Von der Zahnbürste zum AI Act: Warum Normung Verbandsstrategie ist
Shownotes
Zahnbürstenborsten, Fußballtore, Grillroste, Kondome. Fürall diese Dinge gibt es eine Norm und wer einmal weiß, warum, wundert sich, dass je daran gezweifelt wurde.
Denn hinter all diesen Normen steckt dieselbe Frage: Wiekönnen wir sicherstellen, dass Qualität und Sicherheit nicht dem Zufall überlassen werden?
Alexandra Horn und Amelie Leipprand von DIN DeutschesInstitut für Normung e. V. erklären in dieser Folge, warum Normung kein bürokratischer Selbstzweck ist, sondern der Grund dafür, dass morgens die Zahnbürste hält und abends das Fußballtor steht. Was das mit Interessenvertretung zu tun hat? Mehr, als die meisten Verbände ahnen. Eine Folge für alle, die in Verbänden Verantwortung tragenund verstehen wollen, wo Marktzugang wirklich entschieden wird.
Hauptthemen im Überblick
- Was DIN wirklich ist – und was nicht (kein Amt, kein Ministerium, sondern ein eingetragener Verein).
- Wie Verbände den Normungsprozess aktiv mitgestalten können
- Der Normungsmonitor: das kostenlose Frühwarnsystem für relevante Normungsvorhaben
- Was passiert, wenn zwei Lager im Ausschuss nicht einig sind und wie echter Konsens entsteht?
- AI Act und Green Deal: Wo müssen Verbände jetzt einsteigen, bevor andere die Regeln setzen?
Featured Quote: „Der Erfolg der Normung ist Fluch und Segen zugleich: Segen,weil ganz vieles wie von Zauberhand passt. Fluch, weil man nicht mehr sieht, was für ein Aufwand dahintersteckt." – Alexandra Horn Unsere Gäste: Alexandra Horn: Director Cooperations and Expert Recruitment bei DIN Amelie Leipprand: Projektkoordinatorin bei DIN
Links: - Website DIN
- Normungsmonitor (kostenlos)
- Meme „Die Treppe ist nicht genormt“
- Meme der Hochschule Karlsruhe
- DIN-Podcasts)
- Erwähnte Folge mit Agnes Sayer
- Das DIN-Spiel - “Welt der Normung“
Kooperationspartner dieses Podcasts:Mit dem mediaV-Award ehrt der Verbändereport herausragende Kommunikationsprojekte von Verbänden, Stiftungen und vergleichbaren Organisationen. Es ist der einzige Preis seiner Art in Deutschland, der in einer Vielzahl von Kategorien von Print über Crossmedial bis hin zur besten Image-, Nachwuchs- und Nachhaltigkeitskampagne verliehen wird.Link:
Moderation: Christian Windeck Christian Windeck ist Gründer und Geschäftsführer der rheinland relations GmbH. Die Bonner Agentur ist auf die Positionierung und die Öffentlichkeitsarbeit von Verbänden und mittelständischen Unternehmen spezialisiert. Christian selbst ist ausgebildeter Bürokaufmann und brach sein Studium der Politikwissenschaft ab, um in die PR zu gehen. Auf eine Team-Assistenten-Stelle folgte ein Volontariat, die Übernahme als Junior-Berater, ein Arbeitgeberwechsel in eine andere Agentur und schließlich 2010 der Start von rheinland relations. Christian ist seit … quasi schon immer … glücklich mit seiner Jugendliebe verheiratet und Vater eines ziemlich aufgeweckten 13-jährigen Rotschopfs, den er glücklicherweise mit seiner unbändigen Leidenschaft für den 1. FC Köln infizieren konnte.
Link: www.rr-pr.com
Transkript anzeigen
00:00:09: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Einer für alle, dem Podcast für Verbandskommunikation.
00:00:14: Heute freue ich mich auf Frau Alexandra Horn und Frau Amelie Leibrand vom DIN.
00:00:20: Hallo ihr zwei!
00:00:24: Ja, DIN... Ich habe ja im Vorgespräch und gefragt der DIN das DIN?
00:00:29: Wie spricht man es aus?
00:00:31: Erklärt das vielleicht nochmal kurz damit gleich die phonetische Verwirrung sich in Grenzen hält.
00:00:37: Ohne Artikel, so wie man auch sagt BMW ohne Artikel.
00:00:41: Einfach ich arbeite bei Dean?
00:00:43: Was macht ihr da bei Dean genau?
00:00:45: Ja, genau da hast du dir ja auch direkt die Frage gestellt hier als nächstes.
00:00:49: Also was?
00:00:50: vielleicht noch mal ein ganz kurzer Abriss.
00:00:51: Ich denke die meisten wissen es.
00:00:52: aber was macht Dean und was macht ihr beide bei Dean?
00:00:56: Möchtest du, ich
00:00:58: fange an?
00:00:58: Also
00:00:59: Dean ist der Ort wo die Normen erarbeitet werden.
00:01:02: Denn zur großen Überraschung von ganz vielen wir schreiben diese Norme nicht.
00:01:07: Wir sind keine Behörde kein Amt oder Ministerium wir sind ein Verein Ein eingetragener Verein.
00:01:13: Die Normung ist in Deutschland privatwirtschaftlich organisiert und finanziert.
00:01:16: ja dadurch sieht man wie teuer Regelsetzung ist das es in der gesellschaftlichen Regel setzungen an Politik anders dann läuft die Steuergießkenne drüber.
00:01:24: Wir sind der runde Tisch, an dem sich die Expertinnen zu einer Sache zusammensetzen.
00:01:29: Wir achten darauf, dass möglichst alle Blickwinkel auf diese Sache vertreten sind – die sogenannten Stakeholder.
00:01:35: versuchen wir wirklich alle Seiten zusammenzubringen?
00:01:38: also längst nicht nur die Industrie.
00:01:40: klar hat das mal in der Industrie begonnen aber da hat es längst nichts aufgehört.
00:01:44: Der Verbraucherschutz ist genauso Teil von Normung, Forschungs-, Gewerkschaften andere regel setzende Institutionen ja es gibt auch Verbandstandards, die sind durchaus wertig und für uns ist das quasi eine Branchenvorkonsilierung von einer bestimmten Meinung.
00:02:02: Umweltschutz sagt ich vielleicht schon Arbeitsschutz.
00:02:05: Die sitzen da alle zusammen und erarbeiten gemeinsam im Konsens die Normen und wir betreuen das Ganze.
00:02:11: Wie kann man das ergänzen?
00:02:12: Also alle, die betroffen sind von den Normen, die dann entstehen.
00:02:15: Das ist glaube ich ein wichtiges Prinzip, dass die Normen von denen gestaltet werden, die auch diese Norm anwenden oder die von der Norm betroffen sein.
00:02:23: Und ihr zwei – was ist eure Rolle in dem Kontext?
00:02:27: Also meine Rolle Dieses Wissen, dass Normung ein offener Vorgang ist an dem man sich beteiligen könnte der ist wirklich weitgehend unbekannt.
00:02:38: Der wird nämlich nicht unterrichtet.
00:02:40: ich habe selber Maschinenbau studiert.
00:02:42: da haben wir natürlich mal mit Normen gearbeitet.
00:02:45: Da hieß es hier ladet euch Dynamics Y runter und macht den die Materialprüfungen danach.
00:02:50: aber niemand wirklich niemand hat dazu gesagt.
00:02:53: übrigens Meine Damen und Herren, das wird demnächst Ihre Aufgabe sein diese Dokumente aktuell zu halten.
00:02:58: Weil das geschieht nicht von alleine.
00:03:00: die bei DIN sind keine Normungsabgeordneten die es für Sie machen sondern dass ist ihre Aufgabe das in Ihren Händen zu behalten.
00:03:06: und wenn's irgendwie was Neues gibt kam man tatsächlich auch neue Normungsvorhaben anstoßen.
00:03:12: Das kam nicht vor Und eine repräsentative Umfrage unter meinen kollegInnen und allen die mir sonst in die Finger geraten ergibt das geht allen so.
00:03:22: Also Ingenieurinnen lernen es nicht, alle die irgendwie BWL oder so was studieren gehen aber davon aus.
00:03:27: Ingenieurinnen würden es lernen.
00:03:29: das heißt in der Praxis draußen trifft keine Ahnung auf kein Verständnis und ist leider eine ganz schlechte Kombination.
00:03:37: Und deswegen darf ich mich seit ungefähr fünf Jahren dahinter klemmen mit ProfessorInnen an Hochschulen und Universitäten aber auch anderen Ausbildungsstätten wie Handwerksausbildung zu versuchen diesen Aspekt der Normung, der weit über das Anwenden einer einzelnen Fachnorm hinausgeht.
00:03:54: Der ja dieses Mitgestalten, dieses Verantwortung übernehmen mit in den Fokus nimmt, das mehr in die Welt zu
00:04:02: tragen.".
00:04:02: Ja und ich bin am anderen Ende der Nahrungskette so gesehen.
00:04:06: Ich kümmere mich darum dass wir Experten finden, die dann an der Normung mitwirken.
00:04:11: Deswegen ist Amelie's Arbeit so wichtig für mich auch langfristig dass wir diese Experten auch langfristig wissen das wir sie haben werden.
00:04:18: also wir gucken wo entstehen neue Themen?
00:04:22: Wo gibt es Betroffene Kreise, die man jetzt einbinden müsste.
00:04:26: Die vielleicht noch gar nicht wissen, dass da ein neues Normungsthema auf der Agenda ist?
00:04:30: Also das ist der Bereich der Expertengewinnung und der Kooperation.
00:04:34: Das sind dann oft Verbandskooperationen.
00:04:37: Wir gucken vor allen Dingen auch, dass wir die kleinen und mittleren Unternehmen... Weil das kennen wir alle.
00:04:45: Es gibt viele, viele Themen die man als Mittelständler immer auf der Agenda haben muss und man hat begrenzte Ressourcen finanziell und personell und das ist immer sozusagen die Quartalatur des Kreises.
00:04:56: wie bekommt man das hin?
00:04:57: dass man sie zumindest einmal informiert?
00:05:00: Und dann auch ein Weg findet, wie Sie Ihre Interessen in Ernormung vertreten können.
00:05:04: und eben ist es mir so rausgeschlüpft weil das ist letztlich... Das worauf's hinausläuft ist, dass wir mit Verbänden sehr eng zusammenarbeiten Verbände als Sprachwohn nutzen, um diese Botschaften dorthin zu bekommen.
00:05:16: Weil es gibt sehr viele Mittelständler und sehr viele kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland.
00:05:21: das ist glaube ich auch die Stärke der deutschen Wirtschaft.
00:05:23: wir haben drei Komma fünf Billionen Unternehmen und davon sind ich glaub über achtzig Prozent haben unter fünfzig Mitarbeiter.
00:05:30: also das ist eine ganze Menge.
00:05:32: Die kann ich nicht alle eins und ansprechen, das schaffen wir auch als Team nicht.
00:05:35: Sondern wir gucken wie wir eben über diese Verbandskanäle – und ich glaube, dass ist auch deswegen die Zielgruppe heute -, wie wir mit diesen Kanälen gut kommunizieren, dass wir Angebote schaffen, dass diese Verbände auch sehen, wie können sie die Informationen in ihre Netzwerke streuen?
00:05:50: Und weil das immer der Beginn ist, dass man überhaupt weiß, dass das Thema, was für ein wichtig ist gerade irgendwo in Ernormung behandelt wird, dass da Normen entstehen.
00:06:00: Genau.
00:06:00: Und das ist auch der Grund, warum das heute ein bisschen besondere Folge sein wird.
00:06:04: Das heißt wir sprechen natürlich über Verbandskommunikationen.
00:06:07: also ihr beide beziehungsweise ihr und eure eure Teams haben ja den MediaV-Wort gewonnen im Bereich Sonderpublikation.
00:06:14: da kommen wir gleich noch zu.
00:06:16: insgesamt dreht sich aber diesmal hat auch ein bisschen um den Vorteil oder die Vorteile die Verbände durch eine Beteiligung an dienen Normungsprozessen haben können.
00:06:26: Also das ist ein bisschen besonders.
00:06:27: als ich mich mit dem Thema Normungen befasst habe, hab ich natürlich zuerst gedacht boah trocken.
00:06:33: Also wirklich jetzt keine einfache Kost.
00:06:37: Hab mich dann aber mal ein bisschen mit KI-Schlau gemacht und hab nach skurrilen Normen geforscht und da hab' ich einen paar gefunden die ich kurz mit euch durchgehen will weil ich glaube dass das auch den Hörerinnen und Hörern so ein bisschen Eindruck davon vermittelt.
00:06:50: ja manchmal hört sich es verrückt an und man fragt sich warum muss hier alles geregelt sein?
00:06:54: Wenn man aber mal genau drauf guckt, dann checkt man schon was da für ein Vorteil hinterstecken kann.
00:06:58: Zum Beispiel habe ich die Dean EN Iso-Zwanzig, eins zwei sechs.
00:07:03: Die regelt die Zahnbürstenborsten Zugfestigkeit.
00:07:08: Sehr spannend jede einzelne Borste einer Zahnbürste muss nämlich eine Zugkraft von fünfzehn Newton aushalten damit wir nachher nicht nach dem Zähneputzen lauter Plastikstäbchen im Mund haben.
00:07:19: sehr spannend will
00:07:20: auch keiner.
00:07:21: eben ja das wird noch.
00:07:25: Dann gibt es noch die DIN EN seven four eight.
00:07:27: Die Fußballtorstabilität wird darin geregelt, das heißt jeder der im Bundesliga Stadion geht hat Irgendwie auch mit wahrscheinlich an zig Stellen aber vor allen Dingen auf dem Platz.
00:07:36: das hätte ich nicht gedacht, mit den Normen zu tun.
00:07:39: Dann für mich persönlich ganz spannend.
00:07:41: es gibt einen DIN-EN-Achtzehnsechzig Strich Eins regelt den Grillrost Abstand also zwischen den einzelnen Stäben genau.
00:07:50: Das darf nämlich nicht größer als zwanzig Millimeter sein sonst ja weiß ich nicht.
00:07:55: Sonst
00:07:55: schlutzen die nur ein Bäcker Bratwurstchen durch?
00:07:58: Ja oder die Garnelen dann ist Feierabend.
00:08:00: Die gibt schon seit nichts mit irgendwelchen EU-Reglementierungen oder sonst was zu tun.
00:08:05: Da hat sich die Industrie selbst darauf verständigt, zumindest war das KI Aussage und dann das letzte und dann dürfte es auch dem letzten klar sein, warum's wichtig ist.
00:08:14: Das Dean gibt es die DIN ENI so vierzig-vierundsiebzig für Kondome.
00:08:19: da wird die Beschaffenheit Reisfestigkeit und die Maße von Kondomen werden darin geregelt weil ich glaube dass jetzt ein Produkt da möchte jeder das irgendwie das gereglt ist, dass da ja eine gewisse Qualität vorherrscht.
00:08:31: also an den ganzen Beispielen merkt man schon die sind zwar skurril aber wenn man drüber nachdenkt versteht man auch relativ schnell wo der Sinn dahinten.
00:08:39: Manchmal kommen die Regelungsvorgaben aus Gesetzen, so habe ich das verstanden von der EU oder vom Bund.
00:08:47: Manchmal sind sie aber auch von Industrie getrieben und da würden wir dann später nochmal genauer drauf eingehen weil es ganz spannend sein kann für viele Verbände.
00:08:55: Und jetzt hier noch ein bisschen multimedial zu werden.
00:08:59: eine Sache Mein Sohn hat mich im letzten Urlaub in Costa Rica, da waren wir auf dem Weg zu einem Wasserfall und sind so eine elendlange Treppe runtergestiegen.
00:09:09: Und dann meinte er zu mir Papa der Mist hier also völlig außer Atem Der ist nicht genormt wo ich meine vierzehnjährigen angeguckt habe mit dass der jetzt im enormen Umfeld unterwegs ist.
00:09:20: Aber er hat schon begriffen, wofür das gut ist und es hat halt eine Influencerin geschafft, also eine Inffluencerin ist sie zumindest seitdem geschafft mit einem Video was wir auch in den Show-Notes verlinken werden.
00:09:30: ich versuch das zumindest gerade mal audiomäßig hier rein zu bringen.
00:09:39: Das kennt wirklich jeder.
00:09:43: Da gibt's auch ein kleines Video aus unserem Haus, das war im Frühjahr ja schon viral gegangen und wir hatten am zwanzigsten Mai eine Exkursion von Studierenden der Hochschule Karlsruhe und die haben bei uns im Normenwerk.
00:09:57: es gibt bei uns in Gebäude so ne kleine Ausstellung wo man Dinge zu normen, sich anschauen kann und da ist eine zweigeteilte Treppe.
00:10:05: Ein Teil der Treppe ist genormt und der andere Teil ist nicht genormnt.
00:10:08: Und über den nicht genommenen Teil ist sie kunstvoll runtergesteupert.
00:10:12: Da wurde dieser O-Ton drübergelegt und dann ist sie den genormten Teil der treppe natürlich galant runter gegangen und sagt diese Treppe isst genormd!
00:10:20: Und dieses Video haben Sie auf Instagram hochgeladen, das ist auch viral gegangen.
00:10:23: Kann ich Ihnen gerne den Link geben?
00:10:26: Das hat inzwischen auch elf Millionen Views also...
00:10:29: Wahnsinn.
00:10:31: Aber das war nicht von euch dieses ursprüngliche Video, ich habe sogar ein Video darüber gesehen weil die wurde interviewt wie es dazu kam und ist in Lissabon über eine eben nicht genormte Treppe gegangen.
00:10:44: also die wurde auch interviewed von anderen Influencerinnen.
00:10:48: Das ist sehr interessant Also nicht von Euch initiiert aber zeigt ja im Prinzip auch das Potenzial was ihr da in der Öffentlichkeitsarbeit heben könnt weil sie hat jetzt sich über die treppe beschweren aber wir haben ja gerade schon ein paar andere Beispiele gehabt.
00:11:00: Also auch bei, wenn Wurstchen durch den Grillrost fällt wird es halt sehr augenscheinlich warum Normung sinnvoll sein kann.
00:11:08: Aber das ist vielleicht zum Punkt der an der Stelle ganz gut passt das nochmal klarzustellen.
00:11:12: also das is ja kein Selbstzweck wer mache hier nicht die Normen damit wir irgendwie uns hier selbst beschäftigen sondern es geht immer um zwei ganz wesentliche Punkte und ich finde die Beispiel sind sehr gut gewählt.
00:11:22: Es geht immer Um Qualität und Sicherheit.
00:11:28: Wenn man sich das im Umkehrschluss denkt, in all diesen Beispielen gäbe es das nicht.
00:11:34: Ich glaube erst dann würde einem bewusst werden was... was fehlt.
00:11:38: Und dann würde es über einen anderen Weg reinkommen.
00:11:41: und ich glaube das System, was wir haben – was Amelie auch so gut beschrieben hat dieses, also ich würde immer sagen basisdemokratisches System in der Normung dass alle die irgendwie davon betroffen sind… Also jetzt nochmal die Zahnbürste zu beüben.
00:11:54: Wir putzen uns hoffentlich alle die Zähne und aus Verbrauchersicht will man das einfach irgendwie eben einen gewissen Standard hat.
00:12:03: Also ich glaube, das muss man einfach immer wieder sagen weil es werden oft ja diese zum Teil... Es klingt ja manchmal auch absurd an Beispielen dass es so an Normen gibt aber in den aller allermeisten Fällen ist es so dass man sich denkt wenn das nicht wäre dann merkt man's ganz schnell an so einer Treppe.
00:12:18: Ich bin so alt ich erinnere mich noch dran als Kind hatte ich das tatsächlich mal das eine Zahnbürstenborste zwischen den zählen Steckenbliebenen.
00:12:24: Das ist echt unangenehmerlich!
00:12:28: Und also eigentlich ist ein bisschen der Erfolg der Normung und der Erfolg unseres Systems hier in Deutschland und Europa ist Fluch-und Segen zugleich.
00:12:35: Weil er issegen, weil ganz vieles magically passt.
00:12:39: Und da es flucht, weil man sieht nicht mehr was für einen Aufwand dahintersteckt damit das passt!
00:12:44: Die Leute gehen davon aus klarpasst das?
00:12:46: Wie sollte's auch nicht
00:12:47: passen?!
00:12:48: Aber wie viel dafür getan wird, dass es passt.
00:12:52: Wenn man da bei Diener arbeitet sieht man das.
00:12:54: aber wenn man das halt nun zufällig nicht tut und die allermeisten tun es nicht, denken sie, wie können's auch anders sein?
00:13:00: Ja,
00:13:01: ja, das stimmt.
00:13:01: Angefangen beim Dienervierblatt macht sich ja auch keiner Gedanken drüber worum das ich glaube, neunundzwanzig Komma Sieben mal einundzwanzig Komma Irgendwas jetzt müsste ich Lügen Zentimeter groß ist.
00:13:11: Aber gut, es passt halt in jeden Drucker.
00:13:13: wir haben alles darauf eingestellt und dafür muss halt Norm geben.
00:13:17: Gut, wir haben geklärt Normen sind wichtig.
00:13:19: Wir brauchen Normen.
00:13:20: Keine hat was gegen Normen hier schon gar nicht.
00:13:24: wie jetzt würde ich gerne einmal mit euch klären Wie sieht das mit der Verbandskommens?
00:13:27: Mit mehr Verband?
00:13:29: Übrigens auch da habe ich mich gefragt, seid ihr überhaupt ein Verband im klassischen Sinn?
00:13:33: Ihr habt beim Media V Award mitgemacht.
00:13:36: Da geht es ja eigentlich um Verbandskommunikation aber ist auch ein bisschen ausgedehnt auf Organisationen und Vereine.
00:13:40: deswegen passt dir da auf jeden Fall rein.
00:13:42: Auch da wieder ChatGPT.
00:13:44: kurz bemüht Und die haben mir gesagt Ja ihr seid ähnlich eines Wirtschaftsverbandes Aber staatlich anerkannt.
00:13:51: Würdet ihr das so unterschreiben?
00:13:53: kann man das so sagen Okay, super.
00:13:55: Das heißt ich kann euch ja auch ohne Scham darauf ansprechen auf das Thema Verbandskommunikation und zwar ihr beide macht das.
00:14:04: Das habt ihr eben schon ein bisschen beschrieben in den unterschiedlichen Feldern an unterschiedlichen Zielgruppen orientiert.
00:14:10: aber wie ist das grundsätzlich bei DIN organisiert?
00:14:13: Ihr werdet so eine Art Unternehmens- oder Verbands Kommunikation oben drüber haben und es dann halt anders aussteuern in die Zielgruppe rein.
00:14:21: könnt ihr dazu kurz ein paar Worte sagen?
00:14:24: Magst du, Amelie?
00:14:25: Gerne.
00:14:28: Wir sind natürlich die ganze Vielfalt der Normung.
00:14:30: bei neunsechzig Normausschüssen, die nach Themen aufgegliedert sind und sich dann auf über dreitausend Arbeitskremien aufgliedern ist es ganz schwer diesen riesen Blumenstrauß an Themen irgendwie zusammenzufassen.
00:14:43: Unsere Kommunikationsabteilung macht das, was eine Kommunikation Abteilung machen.
00:14:47: Die kommunizieren die strategischen Ziele, die vom Haus gegeben werden auch Zukunftsthemen und natürlich tagesaktuelle Dinge.
00:14:56: wenn die Bildzeitung mal wieder schreibt, die Normung ist doof, sie machen das Bau- und Treuradie sind sowieso an allem Schuld dann ist die Kommunikierungsabteilungen wirklich sehr beschäftigt es irgendwie einzufangen und darauf zu reagieren.
00:15:09: Davon haben wir aber noch nicht fachlich kommuniziert.
00:15:11: Die KollegInnen, die Fachausschüsse betreuen, haben natürlich immer wieder Fachkommunikation.
00:15:16: wenn sie zu einer Konferenz eingeladen werden oder von einem Fachverband dann zu deren Veranstaltungen dort einen Überblick über die aktuelle Normung zu geben oder ähnliches machen das die KollegInnnen und natürlich je nachdem wie Sie so drauf sind wie gerne Sie vorne stehen oder auch nicht holen Sie sich dann innerhalb des Hauses Unterstützung.
00:15:36: Und Alexandra und ich sind so ein bisschen in übergeordneten Situationen tätig.
00:15:42: Wir sind also nicht an einen Ausschuss.
00:15:44: angegliedert, sondern eher an eine Zielgruppe.
00:15:46: Also meine Zielgruppen ist sehr früh also in Studium oder Ausbildung versuche ich dort den angehenden IngenieurInnen aber auch BWL-Rinnen gerne.
00:15:56: auch natürlich JuristInnen müssen auch wissen was es bedeutet nach neuem gearbeitet zu haben oder nicht.
00:16:00: Auch GeisteswissenschaftlerInnen sollten wissen dass sie nicht bloß bei KI und Ethik gefragt sind ihren Input zu geben Dort für Aufklärung zu sorgen.
00:16:08: das heißt meine Ziel Gruppe ist fachübergreifend Hochschule und Ausbildungen Und die Zielgruppe von Alexandra ist auch Themenübergreifend Verbände, also da dann schon Leute, die im Berufsleben stehen.
00:16:21: So kann man das vielleicht auseinandernehmen.
00:16:23: Willst du es ergänzen?
00:16:24: Ja ich glaube was am Ende spannend ist wie erreichen wir diese Zielgruppen?
00:16:29: weil wir haben gehört dass jetzt ein Thema was auf den ersten Blick vielleicht einen Einstitt zurückgehen lässt.
00:16:37: Aber natürlich muss man immer gucken, wir haben es ja beschrieben.
00:16:40: Es hat einen Nutzen und ein Mehrwert und das ist der Fokus auf den wir gehen müssen.
00:16:45: Und gleichzeitig ist die zweite Herausforderung zu sagen wie grenz ich dieses Thema ein?
00:16:51: Weil wenn wir mal in diese Dokumente schauen also da ist sehr viel Information dar und mehr geht immer.
00:16:58: Die Kunst ist am Ende das auf das Wesentliche zu deduzieren und sozusagen den Aufhänger zu finden und zu sagen wieso ist das für dich interessant?
00:17:05: Wieso solltest du das wissen?
00:17:07: Und das ist etwas, womit wir uns intensiv beschäftigen bei unseren Zielgruppen.
00:17:10: Weil wir eben wissen und ich glaube dass wenn es hier zuhörige gibt sie mit Verbänden organisieren natürlich die haben tausend andere Themen auf der Agenda da ist oft das politische natürlich beim Verband ganz ganz wichtig.
00:17:22: Das ist völlig selbstverständlich, dass ein Verband politische Interessenvertretung macht also die Interessen der jeweiligen Branche dann in der Politik auch einbringt total wichtig absolut anerkannt.
00:17:34: Wenn man jetzt aber sozusagen das Weiterdenkt dieses Prinzip, dann ist man eigentlich ziemlich schnell auch in der Normung.
00:17:39: Weil Jamila hat es ja auch beschrieben, oft werden Ja-Normen auch sozusagen in Gesetzen schon angekündigt oder darauf verwiesen.
00:17:46: Das heißt da muss man diese zweite, die zweite Reihe im Blick haben und das ist genau das was bei uns passiert.
00:17:53: Also dieser Mehrwert für ein Verband den er Mitgliedern bringt in dem er sozusagen strategisch weiter denkt und sagt gut dieses Gesetz kann ich bestenfalls noch irgendwie beeinflussen oder abschwächen?
00:18:05: Ich werde es nicht komplett vom Tisch bekommen und bei der Normung ist das im Wesentlichen komplett anders.
00:18:11: Also da kann ich sagen, da kann nicht initiativ tätig werden.
00:18:14: Ich kann selber eine Norm initiieren als Verband für meine Branche.
00:18:17: Kann ich einen echten Mehrwertstift nehmen?
00:18:19: Wir setzen als Branchenverband ein Standard und wir setzen den auch gemeinsam.
00:18:26: Da geht es auch nochmal um ganz andere Fragen.
00:18:28: Politisch ist der ganz große Rahmen.
00:18:31: Gott sei Dank wird auch nicht immer im Detail festgehalten wie das jetzt ganz genau zu sein hat, sondern das Detail wird dann sozusagen in der Norm darauf verwiesen.
00:18:39: Aber das Detay ist ja ganz oft letztlich die Frage wie gestalte ich den Markt?
00:18:44: Und daraus ergibt sich die Frage wenn ich den Mark nicht mitgestalte, dann tun da sowieso andere und das kann ich sagen viele Verwände sind bei uns aktiv und machen das.
00:18:53: Wenn ich das nicht mache als Verband, dann im Unkerschluss bedeutet das für mich dann haben andere die Regeln gesetzt, da muss ich gucken wie ich dann hinterher komme als Verband, aber noch mehr eigentlich als Unternehmen.
00:19:04: Also bei uns geht es eigentlich ziemlich knallhart auch um Marktzugangsparameter die ja gestaltet werden müssen.
00:19:12: also wenn wir wieder über Qualität und Sicherheit sprechen das ist glaube ich der rote Faden der uns immer wieder begegnen wird Dann wird das die Frage sein, wie setze ich Standards für Qualität und Sicherheit für mein Produkt im Markt?
00:19:24: Darf ich dazu ein Beispiel bringen, was glaube ich das Ganze ein bisschen anschaulicher macht.
00:19:29: Weil es ist sehr abstrakt, worüber wir hier gerade reden.
00:19:32: Regelsetzung ist immer sehr abstrikt!
00:19:34: Dabei ist das alles wirklich sehr anschaulich und hat ganz konkrete Folgen.
00:19:39: Du hattest es vorhin gesagt, Christian, dass du gehört hattet in einem bestimmten Zusammenhang eine Norm sei aus dem Markt selber entstanden, sei gar nicht von der Politik vorgegeben oder auch die Regulatorik.
00:19:50: Und das ist ja eigentlich der ideale Zustand sozusagen, dass sich eine Branche selbst so organisiert, dass da niemand von draußen sagen muss hier verboten weil es schief gegangen.
00:20:01: Sondern das man sieht okay die kümmern sich das klappt wirklich richtig gut das kann man laufen lassen und ein Beispiel davon ist das Badewesen also die Schwimmen und Hallen und Freibäder bei uns in Deutschland sind tatsächlich selbst organisiert das alles über die Normung organisiert dass da eben nichts passiert Und die Branche ist natürlich intensiv daran interessiert, dass das so bleiben kann.
00:20:22: Das heißt, die Sorgen wirklich sehr intensiv dafür, dass die Regeln gut sind und Vertrauen und Sicherheit auch verdienen.
00:20:29: Da ist gerade eine ganz spannende Sache auf europäischer Ebene weil DIN ist für Deutschland Mitglied bei ZENS, die Europäische Normung und ISOs, die Internationale Normungen.
00:20:39: Das heisst was auf europa- oder internationaler Ebene passiert sehen wir hier alles, weil wir daran beteiligt sind.
00:20:45: und dieses nun ein Vorgang auf europäischen Ebene.
00:20:48: Wir haben die Situation.
00:20:50: Wie überall, wir haben eine Bevölkerungspyramide relativ bald und sehr absehbar werden.
00:20:55: Sehr viele Leute in den Ruhestand gehen so auch bei den BademeisterInnen.
00:20:59: Und die Anzahl, die nachkommt ist geringer.
00:21:01: Gleichzeitig sehen wir das die Menschen, die schwimmen können immer weniger werden.
00:21:06: Das heißt es gibt immer weniger Aufsichtspersonal für eine immer gefährdetere Bevölkerungsgruppe.
00:21:12: Da liegt es jetzt nahezu sagen Wir haben doch KI lasst doch mit KI unterstützen!
00:21:16: Und da gibt's auf europäischer Ebene einen Vorhaben dass sich anschaut KI unterstützte Ertrinkungserkennungsanlagen.
00:21:24: Da ist die Frage, wie weißt man nach dass diese KI-gestützte Ertrankungserkennung auch wirklich tut was sie behauptet?
00:21:31: Und da gab es eben verschiedene Vorschläge, die eingereicht wurden und ein europäisches anderes Land war's jetzt als eigene Philosophie hat die eigene Industrie zu unterstützen.
00:21:43: wir haben als Philosophies Deutschland zu unterstützen.
00:21:45: Das heißt, die Verbraucherstimme, Umweltstimme und so weiter ist bei uns gleichberechtigt drin.
00:21:49: Das ist nicht bei allen so.
00:21:50: Jedenfalls dieses andere Land hat eben eine eigene Industrie, die hat ein eigenes Ertrinkungserkennungssystem und das möchten sie nun pushen.
00:21:58: Und jetzt geht es nun darum in einer Norm festzulegen wie muss die Prüfung aussehen damit ich nachweisen kann hier wurde wirklich Ertrankungen erkannt?
00:22:08: Und der Vorschlag sah aus In einem leeren Schwirmbäcken muss das Ertrinken einer Person erkannt werden.
00:22:14: Und da sagt dann das Deutsche Gremium oder ich durfte bei der Sitzung dabei sein, als das Deutsche gremium darum gerungen hat wie formulieren wir unsere Antwort auf diesen Vorschlag so dass alle anderen möglichst verstehen was wir meinen und sich hinter unserer Meinung versammeln.
00:22:28: Denn die Meinung war Sorry Leute, wenn ich erkenne dass eine Person in einem leeren Becken ertrinkt dann weiß ja gar nicht ob die KI wirklich das Ertrinken erkannt hat oder nur die Anwesenheit von einer Person.
00:22:38: Außerdem ist das super super unrealistisch!
00:22:40: Ich habe nie ein leeres Becken Wenn jemand ertringt schon mal gleich gar nicht.
00:22:44: Ich brauche also Ertrinkungserkennung im vollen Becken Und dann ist ja wieder die Schwierigkeit, eine KI braucht um das wirklich erkennen zu können.
00:22:51: Bildmaterial?
00:22:53: Das Bildmaterial was es von Ertrinkung gibt kommt aus Hollywood!
00:22:56: Das hat mit echter Ertrankung nichts zu tun.
00:22:58: Das heißt man muss irgendwie erst mal genug Bildmatterial sammeln um überhaupt ne KI da draufzutrainieren.
00:23:04: Das ist sehr zynisch weil man sagt natürlich muss man quasi eine Kamera so lange auf dem Becken halten bis man keine Ahnung einhunderttausend echte Ertränkungen hat dass man sagen kann das is ne echte ertränkung.
00:23:14: man möchte natürlich nicht als hunderttaussend Menschen sterben.
00:23:17: Das heißt da jetzt irgendwie rauszufinden, wie kriege ich das denn hin?
00:23:20: Dass die KI noch längst nicht alles kann was ich gerne hätte dass sie kann und trotzdem soll sie mir nützen, das sind dann so Sachen wo die Normung sagt also wenn du Ertrinkungserkennung drauf schreiben möchtest, dann muss das Ding auch wirklich Ertränkung erkennen ansonsten schreibst Du drauf wir sind in der Vorbereitung Wir sind in einer Übephase wir suchen Bäder die uns unterstützen beim üben aber wir können es noch nicht.
00:23:43: Ja, ein sehr spannendes und eindrückliches Beispiel.
00:23:47: Ich kann das auch nur unterstreichen was ihr beide gesagt habt.
00:23:49: also wir betreuen ja auch einige Verbände und die sind zum Teil im Normungsbereich unterwegs weil viele Verbände wenn sie über Interessenvertretung reden dann denken einzig und allein an Lobbying- und politische Kommunikation, aber das was hinten dran hängt also nämlich die Normung weil diese Gesetze halt dann ja irgendwie noch technisch geregelt werden müssen nachdem sie geschrieben worden sind.
00:24:12: Weil so detailliert sind die im Regelfall nicht geschrieben.
00:24:15: Das wird häufig außer Acht gelassen.
00:24:17: Und das ist ein Punkt, wo Verbände echt angreifen können und ja auch für ihre Mitglieder wirklich was rausholen können, weil es hat ja auch ... ihr habt schon von Marc Zugang gesprochen.
00:24:26: Es hat halt klare Implikationen der Hinsicht also auch etwas zum Beispiel Ausschreibungen angeht von öffentlicher Seite, wo festgelegt wird, dass muss nachdien ISO nachher gediefert werden.
00:24:39: Was da drin steht, das können Verbände halt für Ihre Mitglieder mitbestimmen.
00:24:44: spannendes Thema und ich glaube zwei große Themenbereiche mit denen, also wir haben noch nicht drüber gesprochen aber ich kann es mir vorstellen mit den ihr gerade zu tun habt ist dieser EU AI-Akt weil ganz da muss ganz viele Normen geregelt werden.
00:24:58: Viele Unternehmer Beklagen sich ja schon, ohne dass wir wissen was genau hinten rauskommt.
00:25:04: Weil uns dieser AI-Akt mutmaßlich nachteile gegenüber USA China wo es dafür keine Regeln gibt und absichtlich keine Regel gibt ein bisschen benachteiligt.
00:25:13: ich glaube da sind auch schon bei näherem Betrachten reichlich Chancen drin.
00:25:18: aber das muss geregelt werden da können Verbände rein gehen und dann gibt's mit Sicherheit Normungsinitiativen wo die sich beteiligen können.
00:25:24: Da würde ich gleich nochmal gerne mit euch im Detail drüber reden.
00:25:26: also wie Wie mache ich das denn, wenn ich für mich ein Thema identifiziert habe?
00:25:30: Wie geht es?
00:25:30: Wie lange dauert das?
00:25:32: Vielleicht sogar was kostet das.
00:25:34: Also würde ich gleich nochmal kurz mit euch drüber reden.
00:25:35: und einen anderen Punkt ist Thema Kreislaufwirtschaft und Green Deal.
00:25:40: auch da habt ihr glaube ich selbst eine Normungs Roadmap aufgestellt wo über, wo ihr zweihundert Regelungsbedarfe identifiziert habt für diesen Green Deal.
00:25:51: Nicht wir!
00:25:52: Nicht nicht wir Sondern die Stakeholders die wir eingeladen haben diese Erkenntnisse herauszuarbeiten.
00:25:58: Das ist ganz wichtig, also wir sind immer
00:26:00: nur
00:26:02: der Ort wo dieser Austausch stattfinden kann.
00:26:04: aber wir als Diener sagen nicht das sind sozusagen die Bedarfe, die wir sehen weil wir haben sozusagen wir sind ja komplett neutral.
00:26:12: Also inhaltlich ist es ganz wichtig dass man das immer wieder betonen und ich meine am Ende steht Ihnen drauf Aber das ist vielleicht sozusagen die Fehlwahrnehmung unserer Rolle.
00:26:26: Und an der Stelle noch kurz eingeschoben.
00:26:28: Gut, dass du sagst und das ist ja genau der Punkt jetzt haben wir diesen Green Deal.
00:26:31: Der ist halt da.
00:26:32: den kann ich als Verband gut finden oder nicht aber Ich muss mich damit beschäftigen.
00:26:37: Da gibt es jetzt halt ein Regelungsvorhaben der sich irgendwie mit dem Thema Kreislaufwirtschaft zum Beispiel befasst sagen wir mal im Baubereich weil mir das Thema relativ nahe ist.
00:26:48: Jetzt habe ich einen Verband oder bin Geschäftsführer von einem Verband im Baubereich und sage okay dann muss ich mich unbedingt einbringen Wenn das nicht gut läuft, dann kann es für uns sehr schlecht ausgehen.
00:27:00: Für meine Mitglieder, wenn es gut läuft kannst du denen sogar Vorteile bringen.
00:27:04: Das heißt ich muss mich irgendwie einbringen.
00:27:06: Wie gehe ich da jetzt als Geschäftsführer vor der noch nie was mit dem Thema Normung zu tun hatte?
00:27:12: Allererst ist uns anrufen.
00:27:13: wir sind Menschen man kann mit uns reden.
00:27:16: bestenfalls Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, wird man schnell merken, dass das auch was mit Normen zu tun hat.
00:27:24: Dann möchte ich gerne einen Einschub bringen.
00:27:26: Was eben in so einem Nebensatz gesagt hast und das ist glaube ich ganz wichtig, das habe ich immer wieder erlebt.
00:27:30: Ich hab selber lange Zeit für ein Verband gearbeitet und es ist tatsächlich so.
00:27:34: also wenn man über Normen hört, hat jetzt nicht direkt etwas mit deiner Frage zu tun aber dann hat man immer sozusagen diese Wahrnehmung, Normen und Gesetze – das ist alles eins!
00:27:42: Das ist irgendwie alles blöd und das is alles Bürokratie.
00:27:45: Und da an der Stelle zu teilen gibt mir vor, dass etwas sicher sein muss und gewissen Standards zu genügen hat.
00:27:52: Wie du das bestimmst?
00:27:53: Das kannst du selber
00:27:54: machen.".
00:27:55: Und ich meine wir sind sehr bemüht zu diesen Themen rauszugehen also dass die Normungsroadmaps bestimmen.
00:28:00: Das war ja ein sehr großer Angang.
00:28:03: da haben wir sehr viele Stakeholder erst mal eingeladen weil es zwei Themen sind wo man sagen kann... oder gab es zu dem Zeitpunkt ist auch schon ein paar Jahre her, gab's praktisch gar nichts.
00:28:13: Also es gab keine KI-Normung.
00:28:14: deswegen war das genau wichtig nach dem Prinzip der Beteiligung zu sagen kommt jetzt mal alle zusammen alle die was über KI wissen und was von KI verstehen, KI nutzen wollen kommen und sagen uns sagen in der Öffentlichkeit was muss ja eigentlich geregelt sein?
00:28:29: Und dann ist sozusagen da das waren jetzt zwei richtig große Themen die uns Auch lange beschäftigen werden, auch die Wirtschaft lange beschäftigt werden.
00:28:37: Aber ich sage mal so bestenfalls kriegt man irgendwann in diesem Prozess mit Normung spielt da auch eine Rolle und wir haben uns genau diese Gedanken gemacht wie kriegt Man das Einfallstor informativ hin?
00:28:48: also Wie kriegt Mal das hin dass man Die Information bekommt die für einen wichtig sind?
00:28:52: weil ganz ehrlich Ameli hat es erwähnt, wir haben sehr viele Ausschüsse und sehr viele Themen.
00:28:57: Aber am Ende ist die Kunst zu wissen was für mich jetzt wichtig ist als Verband.
00:29:01: Welche Themen brauche ich?
00:29:03: Ich brauche nicht die ganzen Zwarne Empfehlungen der KI Normungs Roadmap.
00:29:07: aber wenn ich eine Medizintechnik-Verband bin und ich sehe da gibt's Empfehmungen zur Medizintechni... KI in einer Medizintechnik.
00:29:13: Super wichtiges Thema ist und wo es ohne Normung auch nicht gehen wird.
00:29:17: Wir reden wieder über das Thema Marktzugänge, dann kann ich über ein Normungsmonitor – das haben wir als Tool entwickelt – wenn man in diesen Normungs-Monitor der online kostenfrei zugänglich ist, kann ich meine Themen reingeben?
00:29:32: Und da bekomme die Information, ob zu meinem Thema etwas passiert ist in der Normen.
00:29:37: Ein neuer Ausschuss gegründet wird oder ein Entwurf kommentiert werden kann.
00:29:42: also da kann ich mich dann einbringen und das ist glaube ich genau das was wir auch am Anfang hatten.
00:29:47: Die hasstgenaue Informationen weil ich glaube sonst erschlagen wir alle mit allem und keinem es geholfen.
00:29:54: aber ich will ja für mich relevante Informationen an meine Mitglieder weitergeben und da gibt's Verbände die das ganz toll nutzen diesen Normungsmonitor die daraus ein eigenes Tool gemacht haben, die gesagt haben okay wir wissen für unsere Mitglieder sind diese Themen wichtig.
00:30:07: Die geben wir da rein, die bereiten wir für unseren Verband, für unser Mitgliedermund gerecht auf und haben sozusagen den Mehrwert der Information gut für uns genutzt.
00:30:17: also das ist sozusagen das erste Einfallstor und ich glaube dann entwickeln sich die Dinge Je nach Thema dann weiter und dann kann man, wie gesagt, dann findet man meistens einen Ansprechpartner.
00:30:29: Und dann sollte man uns anrufen.
00:30:30: Genau!
00:30:31: Und apropos Informationen... Ich darf an dieser Stelle vielleicht einen kleinen Werbeblock schalten für meine zwei Podcasts, wenn man noch nie was von Normung gehört hat und sich fragt, was soll dieser ganze Mist überhaupt?
00:30:41: Warum gibt es das?
00:30:42: Warum kann das nicht einfach alles die Politik
00:30:43: mitmachen?!
00:30:45: Dann empfiehlt sich der Podcast Menschen sind keine Ameisen.
00:30:48: Darin erfahrt ihr alles, was ihr noch nie über die Normung wissen wolltet aber ganz unbedingt wissen solltet.
00:30:53: Das sind zwölf kurze Folgen.
00:30:54: jede ungefähr zehn Minuten tut gar nicht.
00:30:56: weh hat man ganz schnell hinter sich.
00:30:58: Und wenn man das schon weiß und denkt, ja mich würde ein Thema interessieren dann darf ich den Amazon Talk empfehlen.
00:31:04: Das ist ein Gesprächs-Podcast.
00:31:05: da gibt es jeden Monat eine neue Folge.
00:31:07: Da lade ich KollegInnen ans Mikro.
00:31:09: Alexander du warst auch schon da und hast eben über eure Tätigkeit erzählt.
00:31:13: Da gibt es dann auch Themen Schwerpunkte oder Vorgangsschwerpunkten.
00:31:18: nach dem was die KollegInner machen, die ich einlade
00:31:22: Wurden vom Media-Abort auch schon sozusagen in die engere Außenwahl,
00:31:26: sind beide nominiert.
00:31:30: Eine Sache wollte ich noch ergänzen und zwar wir reden immer darüber dass die Normung für Vertrauen und Sicherheit und Qualität sorgt.
00:31:38: man kann sich auch mal andersrum die Frage stellen was sollen Regeln überhaupt?
00:31:44: Und Regeln in einer Gesellschaft sollen die Schwachen vor Willkür und Machtmessbrauch schützen.
00:31:51: Dafür brauchen wir die Regeln, und dafür brauchen wir dass wir uns daran halten.
00:31:54: das ist die sogenannte regelbasierte Ordnung sonst ist es eine stärke basierte Ordnungen.
00:31:58: Wir sehen im Moment gerade wie nicht unmächtige Länder dieser Welt aus der regelbasierten Ordnung aussteigen und eine stärkebasierte ordnung wieder etablieren möchten.
00:32:08: Und wir sollten uns dagegen wehren grade als Europa und gerade weil du eben das Beispiel nanntest mit den mit dem AI-Akt gegen den, der eine oder andere amerikanische Techunternehmer wettert.
00:32:21: Das sollten wir als Qualitätskriterium verstehen das die dagegen wettern weil wir haben gesehen was die tun wenn diese Plattformen von Willkür und dem Recht des Stärkeren dominiert werden.
00:32:34: Und wir sollten da als Europa stark bleiben, uns eben nicht dem Diktat der Stärkerinnen unterwerfen.
00:32:41: Bei den Regeln gilt es natürlich auch wer schreibt sie und für wen?
00:32:46: Das Tolle an der Normung ist... Ich kann sie für mich schreiben.
00:32:50: Also wenn ich jetzt zum Beispiel ein Prüfinstitut bin und ich plane oder führe eine Prüfung nach einer bestimmten Norm durch, dann kann ich in den Ausschuss gehen und die Aktualisierung aktuell Haltung dieser Norm mitmachen.
00:33:03: Das ist mein Arbeitstool meine Arbeitsgrundlage, die ich mitgestalte.
00:33:08: Wenn ich nach derselben Norm einen Produktherstelle kann ich ebenfalls im Ausschuss mit drin sitzen und dafür sorgen, dass die Regeln nach denen ich mich demnächst halten werde funktionieren aktuell sind.
00:33:20: Und für mich passen.
00:33:22: Dasselbe gilt für Leute, die Schulungen anbieten, dasselbe geht für Leute die den Marktzugang machen, dassselbe gilt von Leuten, die Vorschriften nachweisen wollen und da eine technische Ausgestaltung für brauchen.
00:33:32: Das selbe gilt bei Leuten, der die Umweltauswirkung nachvollziehen möchten.
00:33:37: Wenn ich damit arbeite, kann ich Sie mit schreiben.
00:33:40: Das ist was ganz Besonderes in der Normung.
00:33:42: Darf ich nochmal deine Frage aufgreifen?
00:33:44: Weil ich mir gerade überlegt habe wenn ich jetzt ein Verbandsvertreter bin.
00:33:47: Ich bin Geschäftsführer eines Verband und ich hab' jetzt mitbekommen oh da ist jetzt irgendwie diese Roadmap und da passiert richtig viel und ich habe den Normungsmonitor abonniert, ich habe das aufbereitet Und hier sind so viele Themen, da sollten wir eigentlich... Da müsste die Branche aktiv werden.
00:34:01: Also wenn ich an dem Punkt bin dann würde ich als Verband erst mal Mitglied werden, weil das ist tatsächlich... ein unschlagbares Angebot, was wir haben.
00:34:13: Bei den Wir sind ja einen Eintragen nach Verein.
00:34:14: das heißt man kann bei uns Mitglied werden und es bringt schon mal sehr viele Vorteile.
00:34:18: also das bringt den finanziellen Vorteil dass ich Gutscheine bekomme die kann nicht an meine Mitglieder weitergeben.
00:34:24: Und das ist ja eigentlich das Schöne.
00:34:25: Das ist ja dieses Schneeballsystem wo wir was ich eben sagte wie gehen auf die Verbände zu weil wir wissen dort sind die Unternehmen.
00:34:31: am Ende wollen wir natürlich dass die Unternehmen selber aus ihrer Unternehmerrischen Praxis ihr Wissen einbringen.
00:34:36: das kann aber auch in Verband vertreten.
00:34:37: Also es gibt da verschiedene Modelle.
00:34:40: Aber über diese Mitgliedschaft habe ich auf jeden Fall schon mal den finanziellen Beitrag massiv heruntergebracht, nicht dass das jetzt irgendwie unmengend an Geld kostet sich in Ernormung zu engagieren aber es kostet.
00:34:51: und ich glaube mit all den Argumenten und den Mehrwerten die das bringt ist auch ein System was sich so finanzieren muss wenn es unabhängig bleiben muss.
00:35:00: also das heißt wenn ich dann diese Gutscheine habe an Veranstaltungen des Mitglieders Services teilnehmen kann, dann bin ich eigentlich sehr gut informiert und ich kann optimal meine Mitglieder dann dieses Angebot weitergeben oder ihnen auch sagen pass auf.
00:35:14: Du bist doch genau in diesem Thema.
00:35:16: das betrifft doch genau dein Produkt.
00:35:18: geh du doch da mal rein entweder Weil es auch nur dich betrifft oder weil es vielleicht uns alle betrifgt in der Branche und du könntest für uns alle hier sprechen.
00:35:26: Du könntest das auf nationaler Ebene machen, oder wenn's europäisch läuft kannst du europäische für uns mitsprechen oder international.
00:35:32: Und das ist das Schöne!
00:35:34: Das geht immer um die Interessenvertretung deutscher Stakeholder,
00:35:38: d.h.,
00:35:38: dass läuft immer über DIN.
00:35:39: aber DIN ist das Tor zu europäischer und internationaler Ebenen.
00:35:44: Was sind das für Gutscheine?
00:35:45: Das sind Gutsscheine zur Mitarbeit im Normenausschuss, denn ja wir sind ein eingetragener Verein.
00:35:50: Wir sind gemeinnützig aber nicht wohltätig.
00:35:52: Wir leben nicht von Spenden sondern von Rechnungen und dieses den Rücken frei halten dafür sorgen dass alles mit rechten Dingen zugeht die entsprechenden Verbindungen halten zu dann tatsächlich auch der gesellschaftlichen Regelsetzung genannt Politik.
00:36:03: das ganze europäische international koordinieren das ist aufwendig es kostet etwas und so kostet dann auch die Mitarbeiter im Normausschuss etwas.
00:36:11: wie gesagt Dafür kann man Gutscheine bekommen, wenn man als EV-Mitglied sich engagiert.
00:36:18: Jetzt wird es oft verwechselt – ich bin doch im Normenausschuss und da bin ich schon Mitglied.
00:36:22: Wieso ist die ein EV- Mitglied etwas anderes?
00:36:25: Das ist wie in jedem Verein.
00:36:26: Ich kann zum Training gehen oder Vereinsmitglied werden oder beides.
00:36:33: Beim Sportverein werde ich wahrscheinlich Mitglied sein müssen aus versicherungstechnischen Gründen, das ist in der Normung nicht so.
00:36:37: Man kann sich in der Normung engagieren egal ob man EV-Mitglied ist bei DIN oder nicht.
00:36:42: Und dann die nächste Frage.
00:36:44: Jetzt sitze ich da und schenke euch mein Wissen, um soll dafür auch noch bezahlen?
00:36:47: Naja also im Training ist es auch so... Ich habe meine eigene Sportklamotten dabei, die hab' ich mir selber gekauft!
00:36:52: Ich bin in die Halle gegangen, ich zahle für den Trainer und ich schwitze trotzdem selbst.
00:36:57: Das sind relativ ähnliche.
00:37:00: Ja nicht glaube.
00:37:00: also dieses Thema Kosten habe ich eben kurz angesprochen.
00:37:04: Ich wollte eigentlich darauf hinaus dass das überschaubar ist.
00:37:06: Ihr habt ja einen Kostenrechner auf eurer Webseite drauf.
00:37:11: Männerverband, fünf Mitarbeiter.
00:37:13: Ich glaube da lag der Jahresbeitrag bei fünfhundert, sechshundert Euro irgendwas.
00:37:17: und wie gesagt dann kommen die Normen Geschichten dazu.
00:37:20: das heißt es ist eher übersichtig.
00:37:22: also ich dass so ein Punkt.
00:37:24: Ich glaube, da kann den Verband gerade wenn er im Bereich der politischen Interessenvertretung sonst unterwegs ist, kann er eher vernachlässigen.
00:37:32: Mir wird es jetzt noch mal darum gehen.
00:37:33: Ihr habt das nur ein bisschen beschrieben.
00:37:35: also ich gehe nochmal zurück auf dieses Ursprungsbeispiel.
00:37:38: Ich bin verbannt und habe gesehen Green Deal.
00:37:41: Da gibt's jetzt im Bereich Kreislaufwirtschaft Bau eine Norm über den Monitor, den ihr angesprochen habt bei diesem Normungsmonitor.
00:37:47: Und da will ich rein weil meine Mitglieder haben keine Zeit kein Bock die sagen Ich hab dich als Verbandsvertreter, mach du das.
00:37:55: Also melde ich mich bei euch.
00:37:58: Gibt's da irgendwelche Hürden noch?
00:38:00: Klar, dass sie irgendwie sachkundig sein muss, versteht sich von selbst.
00:38:03: aber... Dass man sagt ne gut, da sind jetzt schon drei aus eurem Bereich drin die quasi dieselben Interessen vertreten dann kommst du nicht rein.
00:38:15: Das wäre eine Frage, die ich vielleicht mal vorweg... Einstelle.
00:38:18: Also es ist so wie der normale Vorgang ist.
00:38:22: man nimmt erst mal Kontakt zum Kollegen zur Kollegin auf die diesen Ausschuss betreut und spricht mit der Person darüber, wie sieht's aus?
00:38:29: Ist der Ausschuss schon total voll oder ist da noch niemand drinnen?
00:38:33: keine Ahnung wer wird da so drin?
00:38:36: Und dann kann das natürlich passieren dass man feststellt okay Es sind zwanzig aus der Wissenschaft und Forschung drin und ich als eine zwanziesigste Person aus Wissenschaft und Forschung sagt dann der Kollege die Kollegin Vielen Dank für das Interesse.
00:38:48: Voll gut wäre schön, wenn mal jemand aus dieser Industrie dazu käme.
00:38:53: und wenn man aber feststellt wir haben aus jeder Stakeholdergruppe ein Paar und jetzt möchte aus einer Stakeuldergruppe noch jemand dazudan wird man gucken.
00:39:02: eigentlich theoretisch gibt es da keinen Grund der dagegen spricht.
00:39:05: Man würde dann wahrscheinlich zu einer Sitzung, zur nächsten Sitzungen eingeladen als Gast erst mal teilzunehmen.
00:39:10: Dann kann man sich dem Gremium vorstellen.
00:39:13: Man kann das Gremiam kennenlernen und herausfinden.
00:39:16: Wenn es tatsächlich so ist wie du gerade anskizziert hattest dass da schon drei derselben Soorte sozusagen drinsitzen die die eigene Meinung eh auch mit vertreten, dann kann man das ja auf so eine Sitzunge wo man als Gast dabei ist feststellen und feststellen okay also Unser Blickwinkel ist da schon vertreten.
00:39:33: Ich muss mich jetzt nicht krass hinterklemmen, ich brauche nur einen Kommunikationskanal zu den anderen.
00:39:38: oder man stellt fest Ja ja das sind aber genau die denen ich nicht traue und dann möchte ich gerne selber mit drin sein Dann gibt es das ein Argument zu sagen, ich klemme mich da wirklich dahinter.
00:39:46: Das ist individuell immer sehr unterschiedlich Und muss individuell mit den KollegInnen herausgefunden werden einfach auch was das Arbeitspension betrifft Was und so Die Themen betriften.
00:39:55: Okay Verstanden und Jetzt Nehmen wir mal an ich bin da reingekommen Es wird wird ein Thema besprochen und da sind jetzt zwei komplett unterschiedliche Meinungen, weil mein Konkurrenzverband ist quasi auch darin.
00:40:09: Der eine will das Nachhaltigkeitsaspekte mit in die Ausschreibungsgeschichte mit reinkommen also später, d.h.
00:40:14: auch in die Dien-Norm der andere sagt nein auf keinen Fall.
00:40:17: das kann unsere Seite der Industrie so nicht leisten.
00:40:21: Wie kommt man denn dann zu einem Ergebnis?
00:40:23: Wird da so lange diskutiert, bis einer umfällt.
00:40:26: Also wie läuft das im Regelfall?
00:40:28: Ist das basisdemokratisch?
00:40:31: Also bestenfalls ist es aber genauso wie du es beschrieben hast und der Bestenfalls ist so dass man eben alle Meinungen am Platz, am Tisch hat Und das ist auch unsere allerwichtigste Aufgabe, dass wir darauf achten Dass diese Ausschüsse ausgewogen besetzt sind diesen Blick vorab haben, wen würde das alles betreffen?
00:40:52: und werden diese Stimmen alle gehört?
00:40:55: Und dann ist man in einem Prozess der Konsens basiert.
00:40:58: Das heißt, man muss dann irgendwie zu einer Meinung kommen, zu einer gemeinsamen Bestellungnahme.
00:41:04: Das heisst nicht dass immer alle mit allem einverstanden sind aber es ist da manchmal vielleicht auch der kleinste gemeinsame Nenner, der aber dann auch wiederum Tragfähigkeit bedeutet.
00:41:15: verschiedene Auswirkungen und zum einen natürlich, dass es etwas länger dauern kann bis man zu diesem Punkt gekommen ist.
00:41:20: Dass man sagt okay das machen wir jetzt so auch wenn nicht alle hundert Prozent zufrieden sind.
00:41:25: ich glaube diese falsche Erwartung darf man auch nicht wecken, dass man reingeht seine Position einblick wieder raus geht und sagt hier Ich habe für uns so durchgeboxt Das wäre glaube ich kein gutes Zeichen.
00:41:35: also gibt sicherlich Situation wo sich alles schnell einig sind aber was nicht passieren darf ist Dann im Schlimmsten noch der größte und stärkste sagt, so machen wir das jetzt.
00:41:44: Schreibt das rein und so.
00:41:47: Also das ist es eben nicht was aber wie gesagt einerseits dazu führen kann dass es manchmal länger dauert auf der anderen Seite sehen wird dass das dann meistens eine größt mögliche Akzeptanz auch dieses Ergebnis mit sich bringt.
00:41:59: also wenn alle sagen okay zwar ein fairer Prozess wir haben alle unsere Meinung sagen können letztlich haben wir uns jetzt darauf geeinigt und das tragen wir auch mit, dass wenden wir jetzt auch an.
00:42:09: Das ist auch unser gemeinsames Verständnis wenn man jetzt den Prozess abgeschlossen hat, denn wie gesagt es ist ja kein Selbstzweck, das zielig ein Dokument zu haben, dass alle kennen, das alle akzeptieren und alle anwenden und die Kommunikation zu diesem Produkt auf dem Markt vereinfachten.
00:42:25: jeder weiß – das ist der Vorteil dieses Konsensprozesses.
00:42:32: Um deine Frage nochmal vielleicht zu konkretisieren, was tun wenn da zwei Streithähne sind?
00:42:38: Aus welchem Grund auch immer.
00:42:39: Das wird dann für die KollegInnen spannend.
00:42:41: Da habe ich eine ganz tolle Folge vom Amazon Talk aufgenommen mit der Kollegin Agnes Saier, die genau diesen Fall hatte dass sie in ihrem Gremium zwei Leute hatte, die sich einfach nicht geeinigt haben und zwar einfach nicht!
00:42:54: Und da hat dann auch jedes bilaterale Gespräch nichts genutzt.
00:42:57: also das was die Kolleg Innen machen ist natürlich Die ganze Klaviatur der Mediation auspacken.
00:43:02: Also dann redet man mit dem einen, was genau ist dein Schmerzpunkt?
00:43:05: Dann redet mal mit dem anderen, was das genau ist.
00:43:06: Dein Schmerztpunkt kriegen wir es irgendwie zusammen.
00:43:10: Könnt ihr beide euch irgendwie verstehen?
00:43:12: Ist das etwas, was der andere sagt?
00:43:14: Ist da einfach eine Blockade, weil er euch gegenseitig doof findet?
00:43:19: Dann wäre das insgesamt was, wo man mal durchatmet und sagt so wie sind hier aber nicht um uns gegenseITich doof zu finden oder Wählerstimmen hinter uns zu vereinigen.
00:43:26: So funktioniert dieser ganze Prozess nicht!
00:43:28: Wir beste technische Gemeinsamkeit zu finden.
00:43:34: Und sei sie nur ganz klein, können wir vielleicht einen Weg finden?
00:43:37: Können wir vielleicht im kleinen Einzelschritten gehen?
00:43:39: Könn' wir vielleicht in der Norm damit arbeiten?
00:43:41: dieses Muss jenes sollte und das Dritte kann um schon mal quasi die Richtung aufzuzeigen, in der man dann vielleicht bei Überarbeitung nach drei bis fünf Jahren kommt und so weiter und sofort.
00:43:51: da gibt es verschiedene Möglichkeiten wie man dann zu einem nächsten Schritt kommt.
00:43:55: gleichzeitig dauert das ja alles Zeit
00:43:57: d.h.,
00:43:57: die Kontrahentinnen haben in dieser Zeit die Möglichkeit, ihre eigenen Unternehmen, die dahinter stehen oder Konsortien oder was auch immer es ist.
00:44:07: Darauf vorzubereiten.
00:44:08: hier Leute da passiert wirklich etwas.
00:44:09: ich versuche das Ganze zu verzögern aber in ein zwei Jahren sollten wir uns darauf vorbereitet haben dass es anders ist.
00:44:14: Das braucht ja manchmal einfach nur an Anfang Strichen Zeit auf etwas anderes umzustellen.
00:44:21: Die Norm selber wenn sie denn veröffentlicht wird is tatsächlich Konsens und Konsens der kleinste gemeinsame Nenner oder der faulste aller Kompromisse, sondern eine andere Art miteinander zu reden.
00:44:32: Das habe ich festgestellt in meinen ersten fünf Jahren bei Dean als ich selber verschiedene Gremien leiten durfte die jeweils neu waren, die jeweilst zum ersten Mal mit Dean gearbeitet haben.
00:44:41: das heißt die Expertinnen die da saßen wussten nicht wie das jetzt hier so geht, somit ich bin wirklich selber dafür verantwortlich was da drin steht und wir machen hier den Konsens gemeinsam.
00:44:51: Die Frau Leibbrandt macht das gar nicht die haut gar nicht nach zwei Stunden auf ein Tisch und sagt so ich habe jetzt genug gehört ich entscheide jetzt Kraft meines Saftes wir machen es so und so sondern die sitzt da bloß um eben dafür zu sorgen dass ihr alles mit rechten Dingen zugeht und bei manchen Fragen brauchen wir sie auch.
00:45:05: aber die meiste Sache machen wir ja untereinander.
00:45:08: Die haben immer am Anfang auf mich eingeredet, was ich da reinschreiben soll.
00:45:11: Und als sie dann verstanden haben... Ich schreibe gar nichts!
00:45:14: Ich nehme auch nix mit in ne Abstimmung und vergesse die Hälfte sondern die anwesenden Expertinnen schreiben miteinander ihr Dokument nachdem Sie später arbeiten können wollen.
00:45:24: Das änderte die Diskussion so krass.
00:45:26: Also aus diesem Boah Ihr könnt doch nicht.
00:45:28: und nein wie kann man nur und bla bla bla auf keinen Fall so und so wurde dann ein äh...die brauchen wir gar nicht?
00:45:35: Okay okay dann noch mal zurück
00:45:37: Wir müssen jetzt
00:45:38: arbeiten.
00:45:39: Was ist das, was ihr wirklich braucht?
00:45:41: Das ist ja gar nicht so weit entfernt von dem, was wir brauchen.
00:45:43: und dann wird dieses Suchen nach Gemeinsamkeit, dieses Erklären umverstanden zu werden, dieses Zuhören umzu verstehen, dieses Sondieren um die Gemeinsamt auszubauen.
00:45:54: Er schafft dann eine erstaunlich große Gemeinsammkeit im Idealfall.
00:45:58: es ist nicht immer ideal natürlich Aber diese Systematik hinter der Normung kann das.
00:46:05: Die ist so aufgeschrieben, dass das möglich ist und das finde ich was ganz Wunderschönes, was wir also in unserer Gesellschaft glaube ich bräuchten in größerer Ausdehnung
00:46:15: sehr gut verstanden.
00:46:17: Diese eine Folge packen wir auf jeden Fall unten rein, weil ich könnte mir vorstellen dass das für den einen oder anderen Geschäftsführer von einem Verband der sich mit dem Thema beschäftigt und sich fragt wie es dann abläuft und genau dann wenn's halt auch auf unterschiedliche Meinungen rausläuft ganz interessant ist das man zu sehen.
00:46:35: Ich habe gerade ein Signal bekommen.
00:46:36: wir haben uns hier also super spannend aber müssen uns langsam Ihr Projekt ein bisschen stürzen, was wir ganz am Anfang besprochen haben.
00:46:47: Nämlich das mit dem ihr den Media V Award in dem Bereich beste Sonderpublikation so gewonnen habt und das ist ein Brettspiel!
00:46:56: Das Brettsspiel Welt der Normungen.
00:46:59: Wir haben jetzt Anfang im Jahr zwanzig sechsundzwanzig.
00:47:03: Hört sich antiquiert an ich finde es aber auf Anhieb cool wobei auch selbst noch nicht so richtig weiß worum's da geht.
00:47:09: helft mir auf die Sprünge.
00:47:11: Also, ich hab das hier mal aufgebaut.
00:47:13: Ich halte es jetzt mal gerade in die Kamera und erhofft, dass das daran euch klickt, das irgendwie gut zu zeigen.
00:47:18: Es ist ein Dretspiel genau!
00:47:22: Da spielen kleine Teams mit oder gegeneinander.
00:47:25: man bewegt sich anhand von Entscheidungskarten vorwärts und hat dann hier also so Karten, die gehören immer zu einem Spielfeld sind mit Zahlen und Farben auch kodiert, sodass es immer zum Spielfeld passt Und auf der Vorderseite von einer Karte steht immer eine Situation.
00:47:42: Auf der Rückseite steht eine Entscheidung und man soll als kleines Team diese Entscheidung gemeinsam fällen.
00:47:48: Die Situation, in der man sich befindet ist also ein Start-up oder eine Entwicklungsabteilung von einem größeren Unternehmen oder sonst wie innovativ unterwegs und hat mit der eigenen Innovation eine Innovationstrophäe gewonnen.
00:48:01: Deswegen ist auch die Spielfigur so ein kleiner Pokal.
00:48:03: es gibt einen grünen und einen blauen Pokal Und zu dieser Trophäe gehört ein gewisses Budget.
00:48:10: Das ist zwanzigmal Zeit und zwanzichmal Geld, ich habe das nicht weiter in eine Währung gepackt damit es länger spielbar ist!
00:48:18: Und dieses Geld kann man nun einsetzen und dann hat man als Möglichkeit verschiedene Richtungen... Ich lese einfach mal die Startkarte vor, startet durch in der Welt der Normung voller Energie- und Tatendrang, wollt ihr loslegen?
00:48:28: Da begegnet euch gleich am allerersten Tag.
00:48:30: die erste große Frage entscheidet Wollt ihr eine Normungsantrag erreinreichen, wenn ja geht auf Feld sieben?
00:48:38: Oder Normung nie gehört.
00:48:40: Was soll das überhaupt bringen?
00:48:41: Das ist mühsam langwierig und teuer.
00:48:43: Niemand kann euch sagen was ihr davon hättet.
00:48:45: Ihr wollt so schnell wie möglich viel Geld verdienen und entscheidet euch natürlich dafür ein Patent einzureichen geht auch Feld eins.
00:48:51: Und das diskutiert man dann im kleinen Krüppchen und entscheidet sich und geht dann entsprechend auf die Felder.
00:48:56: Und dann passieren halt Dinge, das eine kostet Zeit.
00:48:58: Das andere kostet Geld.
00:49:00: Manchmal muss man viel reisen um im internationalen Normungsprozess vielleicht Allianzen zu schmieden und Leute hinter sich zu versammeln.
00:49:08: Dafür hat man aber einen ungeahnten Fürsprecher am anderen Ende der Welt, der nur darauf wartet dass die Norm endlich veröffentlicht wird damit er sich dem Geschäftsmodell anschließen kann und man hat irgendwelche Franchiseinnahmen mit denen man nie gerechnet hätte.
00:49:20: Das Ganze kann natürlich europäisch oder national genau so passieren.
00:49:24: Und beim Patent gibt es dann auch noch ein paar lustige Dinge, die passieren.
00:49:27: Das ganze habe ich mal entwickelt als ich für einen Projekttag eingeladen wurde an eine Hochschule und ich habe versucht meine KollegInnen mit so wenig Zusatzaufgaben wie möglich zu nerven.
00:49:36: Deswegen dachte ich klar, ich war da alleine hin.
00:49:38: Klar!
00:49:38: Ich rät sechs Stunden die armen Studis.
00:49:41: Vielleicht brauche ich was anderes.
00:49:43: und dann habe ich eben angefangen dieses Spiel zu entwickeln aus der Idee heraus, dass sich jetzt keine NormungskollegInnen-Ausbilder und auch nicht notwendigerweise Expertinnen, die garantiert im Ausschuss tätig werden sondern Studierende, die eines Tages mit ihrem Studium fertig sind und irgendwo anfangen zu arbeiten und vielleicht in fünf bis zehn Jahren zum ersten Mal damit zu tun haben ob sie vielleicht mit Normung zu tun oder nicht.
00:50:04: Und mein Ziel wäre das diese sich dann erinnern Mensch Das war erstens interaktiv.
00:50:09: Da gab es jemanden, zweitens hat viel mehr Spaß gemacht als gedacht.
00:50:12: und drittens ich rufe da einfach mal an
00:50:14: Ich finde dieses Spiel, also das was die Amelie entwickelt hat.
00:50:16: Das verbindet so viele Elemente, die wir in so einem Podcast so... Also in der Theorie so schwer kommunizieren können weil es ist ein Erlebnis Es ist ein Strategiespiel und es hat nicht die Perspektive Die wir sonst immer haben.
00:50:29: Wir gucken als... Ja wir sind jetzt bequick!
00:50:32: Wir wissen wie Normung funktioniert.
00:50:33: Wir gucken natürlich anders drauf.
00:50:34: Die Perspektiv ist wirklich auch eine Unternehmerische.
00:50:38: Und die Frage Wo treffe ich strategische Entscheidungen Als Unternehmer?
00:50:41: Und wo spielt Normung eine Rolle?
00:50:44: Und ich will das jetzt nicht vorwegnehmen, bevor die richtigen Entscheidungen getroffen werden müssen.
00:50:49: Aber es zeigt einem auch – weil wir haben's auch noch einmal gespielt -, dass es unterbelichtet ist was Thema Patente.
00:50:56: Das fällt einem sofort ein.
00:50:57: Ja klar, Patent!
00:50:58: Ich schütze erst mal, was ich habe und dann gucke erstmal weiter.
00:51:01: Also es sind so ein paar Solbruchstellen, die sehr nah an der Realität sind des Unternehmenschen Denkensgrad von Start-ups, die sagen jetzt, ne?
00:51:10: Ich mache erst mal kurzfristig das, was gemacht werden muss.
00:51:13: Sicherlich ist das oft auch richtig, aber es zeigt einem auch, dass es langfristig ein strategisch sehr wichtiges und sehr interessantes Instrument sein kann, Normung mitzudenken.
00:51:23: Nicht immer alles gleich normen.
00:51:24: Das wollen wir gar nicht bezwecken, sondern einfach im Hinterkopf zu haben und im richtigen Augenblick zu wissen jetzt wird's für mich relevant.
00:51:33: Jetzt sollte ich diesen Zug nicht
00:51:34: verpassen.".
00:51:36: Und wie ... also ihr habt das als Brettspiel produziert?
00:51:40: Und geht damit an... Universitäten, Fachhochschulen.
00:51:43: Ich stelle mir jetzt diese Ingenieure vor, die nichts über Normung wissen oder die angehenden Ingeniere.
00:51:48: Die kriegen jetzt dieses Brettspieloffen-Tisch gestellt als Teil des Unterrichts in einem Seminar?
00:51:55: Oder wie läuft das ab?
00:51:57: Genau also es ist ja so dadurch dass man Normung nicht lernen kann, kann man es auch nicht leeren denn man kann ja nicht Dinge leeren, die man selber gar nicht... kann.
00:52:07: Das heißt, die meisten Professorinnen, die auf mich zukommen haben selber vielleicht mal mit der Anwendung einer Norm zu tun aber die Normung, die dahinter steht kennen sie gar nicht in vielen Fällen und spannenderweise die Profs, die bei uns in den Ausschüssen sitzen kommen gar nicht auf die Idee dass der Vorgang was Spannendes sein könnte.
00:52:28: Also erstaunlich.
00:52:29: häufig erzählen ProfessorInnen, die sich in der Neumung engagieren – in ihrer Vorlesung aber bloß über das eine Dokument etwas und nicht über die Erarbeitung davon.
00:52:39: Und da hilft es dann auch wenn ich ihnen sage, dass ist doch aber auch was Besonderes, wenn sie sich das mal genau überlegen so, oh stimmt ja, kann ich eigentlich auch erzählen!
00:52:46: Genau und da war jetzt gerade erst Vorgestern, am Mittwoch an der Hochschule Gelsenkirchen hatte mich eine Professorin eingeladen die wiederum zwei Kolleginnen von mir auf einer anderen Veranstaltung kennengelernt hatte und die Kolleginnen haben eben den Kontakt zu mir hextellt.
00:52:59: Und dann habe ich also zwei Blöcke gehabt, zweimal neunzig Minuten – Ich hab einmal neunzig Minuten erzählt.
00:53:05: was ist Normung eigentlich?
00:53:07: Es ist nicht alles immer gleichmachen im Gegenteil das wäre wenn überhaupt dann die Anwendung einer Norm-Normung.
00:53:12: ist tatsächlich der Vorgang wie diese Dokumente erarbeitet werden Überraschungen wir schreiben sie nicht und so weiter.
00:53:17: Und dann gab es nach einer kleinen Kaffeepause.
00:53:19: Haben wir die Tische umgestellt, sodass wir eben so Tischinsen hatten, dass immer bis zehn Leute an einem Spielbrett sitzen und dann haben wir das Spiel da ausgeteilt.
00:53:29: Ich hatte entsprechend viele Spielbretter dabei für die, knapp vierzig Studierende.
00:53:32: Und dann haben die an den verschiedenen Tischen, in verschiedenen Teams losgelegt.
00:53:35: Und dann gibt es natürlich verschiedene Dinge.
00:53:38: also manchmal hängt das wie's weitergeht ja nicht nur von einem selber ab sondern manchmal hat auch der Rest der Welt dazu was zu sagen.
00:53:45: und für den Fall habe ich dann den Würfel mit eingesetzt und die Würfelergebnisse sind halt zu verteilt wie die Wahrscheinlichkeiten in unserem Alltag so sind.
00:53:53: Also manches tritt bei den Zahlen ein zwei drei vier auf und anderes nur bei fünf und anders nur bei sechs.
00:54:00: Häufigkeiten entsprechend verteilt sind.
00:54:02: Und dann hörte man so an einem eintrischen Großer Jubel, weil offensichtlich hatte mein Würfel Glück und woanders muss er wieder von vorne anfangen, weil irgendwie ist das Geld ausgegangen und so.
00:54:10: Dann hat halt jedes Team oder die verschiedenen Teams ihre entsprechenden Spielerfahrungen.
00:54:16: Es funktioniert auch ganz gut mit IngenieurInnen dadurch dass man immer nur eine Karte hat wo man über eine Entscheidung gerade jetzt miteinander reden muss.
00:54:25: Das eignet sich auch für Menschen, die jetzt nicht gerne Rollenspiele spielen zum Beispiel weil sie vielleicht nicht so extrovertiert sind.
00:54:31: Die finden dann trotzdem in diesem wirklich überschaubaren Ich Muss Jetzt Selber Reden Potschönchen Sich Wieder und waren alle hinterher glücklich.
00:54:39: Die Professorin war total glücklich hat auch schon gesagt dass Sie sich freuen würde wenn ich wiederkomme.
00:54:45: Und genau, ich nehme es auch manchmal mit zu Leuten die mit Normung schon zu tun haben.
00:54:49: Also vom DLR zum Beispiel gibt's natürlich in der Wissenschaft auch eine Normungsstelle.
00:54:55: den Jungs und Mädels, die dort arbeiten habe ich jetzt auch mal mitgebracht und da ist dann nicht so viel der Jubel über Würfelglück Da ist es dann mehr so.
00:55:03: ja
00:55:03: Mensch genauso
00:55:04: ist es war.
00:55:05: das hat mir doch vor kurzem erst und dann auf ihre Normungsgeschichten die sie dazu erzählen können also schon erstaunlich.
00:55:12: viele finden sich da einen erstauntlichen Punkt drin wieder.
00:55:17: Das klingt jetzt vielleicht wissenschaftlich, also man kann es aber auch mit Unternehmern spielen... Das Spiel in den Mittelpunkt einer Konferenz gestellt, die wir mit Verbänden machen werden im vierten Quartal.
00:55:29: Also wir planen jetzt schon eine Mittelstandskonferenz.
00:55:31: Wir nennen sie Normung als Game Changer und da wird dieses Spiel Teil dieser Veranstaltung sein.
00:55:37: also ich glaube das ist eine schöne Ergänzung und dass es vielleicht auch an die zuhörenden Verbände die Veranstaltungen machen die das Thema Normung vielleicht mal einbringen wollen.
00:55:44: dann ist der eine Teil Immer so ein bisschen die Theorie, da kann man natürlich best practices zeigen und der Teil dieses Spiel ist das Erleben des Prozesses was Amelie beschreibt.
00:55:53: Dieses So I can mitmischen ich kann mitmachen Ich kann hier entscheiden.
00:55:58: Das ist glaube ich Bin ich mal ganz gespannt.
00:56:01: aber es bestimmt auch ein schönes Erlebnis dass dann zu kombinieren und zu sagen ich hab's mir angehört So läuft es dann?
00:56:08: Ja, also wirklich super spannend.
00:56:10: Auch gerade der Punkt dieses Gamification Ansatz ist das mit in die Kommunikation einzunehmen.
00:56:16: auch bei ja wir sind ja schon lange damit durch das trockene Themen sind aber von außen betrachtet möglicherweise trockenen Themen.
00:56:22: ich denke da kann sich der ein oder andere Verband auf jeden Fall noch eine Scheibe abschneiden.
00:56:27: Dann kommen wir jetzt mal zu unserer beliebten Kategorie Last but not least
00:56:33: einer für alle Last But
00:56:36: Not Least.
00:56:37: Ja in dieser Kategorie bespreche ich immer mit meinen Gästen, also wir haben jetzt sehr viel geredet.
00:56:41: Wir haben viel über den Dien erfahren und über eure Kommunikation aber ich denke auch wie gesagt den zusätzlichen Mehrwert, ...eure Dienstleistung oder eine Teilnahme im Normungsprozess für Verbände bedeuten kann... Aber was habt ihr vielleicht noch aus eurer Kommunikationserfahrung so ein Projekt im Hinterkopf wo ihr sagt?
00:57:02: Das hat wirklich gut geklappt da haben wir vielleicht genauso wie jetzt mit dem Spiel.
00:57:08: Da haben wir wirklich Erfolge erzählt, da haben wir Themen auf einmal durchbringen können die uns vorher sehr schwer gefallen sind als wir noch klassisch kommuniziert haben.
00:57:15: Gibt es da irgendwas?
00:57:17: Ach, da fallen mir viele Sachen an aber ich glaube das Prinzip in der Kommunikation und gerade wenn man so ein sperriges Thema wie Normung hat weniger ist mehr.
00:57:24: also das ist würde ich immer sagen dass A und das O wenn das gelingt.
00:57:29: Wir sagen immer wir haben breites Brett wir wollen so durch die Tür gehen und kommen einfach nicht durch Das Brett sozusagen anders zu halten und sozusagen mit der Sperrspitze, die Themen zu identifizieren von denen man glaubt dass sie wirklich sozusagen wo angebissen wird.
00:57:46: Ich glaube das ist die Kunst der Kommunikation allgemein aber insbesondere wenn man so spätige Themen wie Normung hat.
00:57:55: und da haben wir es klingt jetzt banal aber das ist ein wirkliches Erfolgsrezept.
00:58:00: Unsere Kollegen, die uns Briefings geben sagen wir suchen Experten zu einem Thema und finden keinen.
00:58:04: Und haben schon alles irgendwie kommuniziert wo wir gesagt haben dann versuchen wir mal auf einer Seite dieses Thema darzustellen.
00:58:11: Das ist so superschwierig und da tun sich alle schwerweise, dass doch viel mehr.
00:58:16: Aber das ist glaube ich das womit wir gut neue Zielgruppen erreichen indem wir die Perspektive wechseln und sagen es geht nicht um Normung Es geht um dein Thema.
00:58:25: Wie löst du deinen Thema?
00:58:28: Du hast ein Problem was du lösen willst Und wir zeigen dir wie Normung dir helfen kann deinem Problem zu lösen.
00:58:33: Denn dann haben wir nämlich den Perspektivwechsel und erzählen dich was dienen macht weil wenn du kein Thema lösen muss, dann musst du auch nicht zu dienen kommen.
00:58:42: Das muss man dann auch mal sagen es muss ja nicht alles genormt werden.
00:58:45: aber dort wo das Potenzial da ist und ich jetzt nicht erkannt habe uns jemand anders macht Ist schon ärgerlich.
00:58:51: Vielen vielen dank.
00:58:52: in den show notes gibt's Den die links die wir besprochen haben zu dem tiktok video zu eurem podcast das spiel vielleicht noch zum abschluss.
00:59:01: Kann man das irgendwie bestellen oder durch einen netten kontakt zu euch?
00:59:05: Mal Spiel.
00:59:06: Man kann immer bei uns anrufen und uns einladen zu einem Projekttag oder einem halben Projekttag oder eine Meeting, ich bringe es gerne mit, habe schon zu IACAN mitgebracht, zu anderen Veranstaltungen wo auch natürlich dann Verbände im Wesentlichen dabei waren Damit man es einmal gemeinsam spielt und guckt, ist das für uns was wir vielleicht einsetzen wollen?
00:59:25: Ja nein.
00:59:25: Vielleicht.
00:59:26: Und wenn man sagt ja habe ich schon mal gehört Ich möchte jetzt einfach bloß haben Man kann's tatsächlich über die media auch beziehen.
00:59:32: Ich suche auch dafür den link raus.
00:59:34: Es gibt übrigens auf deutsch und auf englisch.
00:59:36: also gerade weil ich mit Hochschulen zu tun habe die sehr häufig internationale Studierende haben hab ich auch auf Englisch übersetzen lassen Perfekt!
00:59:44: Also auch dass in den show notes An euch beide nochmal vielen, vielen Dank.
00:59:47: Hat sehr viel Spaß gemacht.
00:59:49: und ja, wir müssen sicher das Wohnen so oder so irgendwann noch mal wieder hören, weil das ein sehr, sehr spannendes Thema ist im Impfverbandbereich auch.
00:59:55: Vielen Dank!
00:59:57: Herzlichen Dank für die Einladung.
00:59:58: hat auch bloß nicht was gemacht.
01:00:05: Danke!
Neuer Kommentar